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IBIZAGATE

HeuteZeitung

Aufdecker

12. Juni 2019

'Ibiza-Falle für Strache und Gudenus war dilettantisch'

Der Detektiv, der die Identität eines Lockvogels herausfand, spricht mit "Heute.at" über Ibiza und verrät, warum der Plan in Wien besser funktioniert hätte.

An einem heißen Abend im August 2017 fuhren Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus ihre Polit-Karrieren an die Wand. Dabei tappten sie in eine Videofalle, die geradezu dilettantisch ausgelegt war, sagt der Privatdetektiv Martin Ulm.

Er hat den Fall für "eu-infothek" recherchiert. Die Plattform war vor der Ibiza-Affäre recht unbekannt, veröffentlichte danach allerdings teilweise als erstes neue Erkenntnisse über die Hintermänner. Ulm deckte den Namen des Begleiters des weiblichen Lockvogels auf: Julian H.

Als Ulm sich mit "Heute.at" zum Gespräch trifft, trägt er ein weißes Hemd unter einem blauen Sakko, dazu Jeans. Lächelnd setzt er sich an den Tisch in einem Lokal im ersten Bezirk und lässt durchblicken, was er von der Truppe hält, die Strache und Gudenus in die Villa auf Ibiza gelockt haben soll: "Ich glaube, dass die alle nicht besonders klug sind, das sind keine Profis."

"Miserable" Kameratechnik"

Bereits die mutmaßliche Kontaktherstellung zwischen der "Oligarchin" und Gudenus durch den Wiener Anwalt M. in dessen Kanzlei sei "extrem schlecht gemacht" gewesen: "Als Anwalt muss man sich eine Geschichte zurechtlegen, wie man zu der Frau gekommen ist. Für mich war klar: Wer sich für die Oligarchin eingesetzt hat, steckt in der Sache drin."

Ulm bezeichnet die Kameratechnik des Videos als "miserabel", außerdem habe der "Sicherheitsberater" Julian Thaler, der eigentlich Julian H. heißt, einen großen Fehler begangen. Der Mann mit der weißen Hose tritt nicht nur in dem Video auf, sondern ist auch dabei zu sehen, wie er die versteckten Kameras einrichtet. "Das ist ja besonders unklug", sagt Ulm. "Andernfalls hätte er behaupten können, er sei ebenfalls reingelegt worden."

Keine Reise nötig

Zudem, so Ulm, dürfte die Truppe auf Ibiza Spuren hinterlassen haben: "Wenn die Behörden ermitteln, haben sie ein leichtes Spiel." Der Flug nach Ibiza, die Miete der Airbnb-Villa: "Da gibt es sicher Kreditkartenabrechnungen. Irgendwer muss das Haus bezahlt haben."

Besonders skurril: "Für die Falle braucht man nicht nach Ibiza fliegen. In Wien wäre das viel einfacher und diskreter möglich gewesen. Bei einem Treffen in einem Lokal hätte man auch mitfilmen können - da gibt es aber keine Spuren. Das hätte man auch mit viel weniger Aufwand und Geld machen können."

Google-Suche hätte Ärger erspart

Anwalt M. soll Gudenus gefälschte Belege für die Zahlungsfähigkeit der "Oligarchin" gezeigt haben - sie gab vor, ihm ein Grundstück abkaufen zu wollen. Ulm versteht, dass der Ex-FPÖ-Politiker der vermeintlichen Vertrauensperson Glauben schenkte.

In anderen Punkten sei er aber in der Lage gewesen, die Angaben zu überprüfen: "Gudenus hätte nach 'Julian Thaler' im Internet suchen können - und hätte gemerkt, dass es einen solchen Sicherheitsberater nicht gibt." Und die "Oligarchennichte"? "Das ist ein Wahnsinn, das wäre mit einer Google-Suche in Minuten aufgeklärt gewesen." Die Frau stellte sich als "Aljona Makarowa" vor. Der russische Milliardär Igor Makarow erklärte nach Bekanntwerden der Affäre, er habe keine Nichte.

"Grenze überschritten"

In Medien werden Produktionskosten von Hunderttausenden Euro kolportiert. "Das Video wäre mit dem technischen Aufwand auch um 30.000 Euro möglich", sagt Ulm. "Bei einem Verkaufsinteresse würden anfangs nur die Spesen anfallen. Die Beute wird danach aufgeteilt."

Um dermaßen hohe Kosten anzuhäufen, müssten alle Beteiligten vorab fürstlich entlohnt worden sein. In Osteuropa habe man mit derartigen Operationen Erfahrung - auch wenn das "Kompromat" meist nicht veröffentlicht wird. Und: Seriöse Detektive in Österreich würden solches Material ohnehin niemals produzieren.

Ulm sieht mit der Ibiza-Affäre eine Grenze in Österreich überschritten. "Das haben viele Menschen noch nie gesehen - wie ein Politiker im Ruderleiberl offen redet", sagt der Detektiv. "Da werden noch ganz andere Sachen kommen."


Ö1 Morgenjournal / Ibiza: Staatsanwaltschaft bestätigt Razzia bei Anwalt

Im Ö1 Morgenjournal vom 21.08.2019, um 12:21 Uhr, wurde das Audiofile "Ibiza: Staatsanwaltschaft bestätigt Razzia bei Anwalt" veröffentlicht:

Im Zusammenhang mit dem Ibiza-Video haben gestern neuerlich Hausdurchsuchungen stattgefunden, wie die Staatsanwaltschaft Wien heute Vormittag bestätigt. Betroffen war jener Anwalt, der schon im Mai bestätigt hat, dass er an der Erstellung des Videos beteiligt war. Ihm werden Missbrauch von Aufnahmegeräten und Fälschung geschützter Urkunden vorgeworfen. Die beschlagnahmten Gegenstände dürfen vorerst aber nicht ausgewertet werden.

heißt es unter anderem in dem Bericht.

Quelle:

Ibiza: Staatsanwaltschaft bestätigt Razzia bei Anwalt, Ö1 Morgenjournal, 21.08.2019

WELT: Mutmaßlicher Drahtzieher räumt falsche Angaben vor Gericht ein

Der Sicherheitsmann Julian H. gilt als einer der Drahtzieher des Treffens auf Ibiza, das schließlich zum Ende der österreichischen Regierung führte. Jetzt kommt heraus, dass der Mann in einem aktuellen Rechtsstreit zur Affäre falsche Angaben machte.

Ein mutmaßlicher Drahtzieher des "Ibiza-Videos", der Österreicher Julian H., hat gegenüber dem Landgericht Berlin eingeräumt, an Eides statt falsche Angaben gemacht zu haben. Das geht aus einem Schreiben seines Anwalts Johannes Eisenberg hervor, das WELT vorliegt. In einer neu verfassten eidesstattlichen Versicherung erklärt H., sich mehrfach falsch erinnert zu haben.

Konkret geht es um Vorfälle, bei denen H. im Jahr 2014 - und damit zeitlich vor dem "Ibiza-Video" - mit dem Gesetz in Konflikt geraten war. WELT ist es derzeit gerichtlich untersagt, über Genaueres zu berichten. Erstmals hatte WELT darauf hingewiesen, dass Angaben von H. im Widerspruch zu amtlichen Dokumenten stehen.

Die sogenannte Ibiza-Affäre hatte ein politisches Erdbeben ausgelöst und schließlich zum Ende der österreichischen Regierung geführt. Noch immer ist nicht genau geklärt, welche Personen mit welchen Motiven die Falle aufstellten, in die schließlich unter anderem der damalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache tappte.

Im Jahr 2017 hatte sich Strache auf der Mittelmeerinsel mit einer vermeintlichen Oligarchennichte getroffen und unter anderem über möglicherweise illegale Parteispenden gesprochen. Ein Video davon wurde der "Süddeutschen Zeitung" und dem "Spiegel" auf bislang unbekanntem Weg zugespielt.

Nach der Veröffentlichung im Mai 2019 musste Strache als Vizekanzler und Parteivorsitzender zurücktreten. FPÖ-Fraktionschef Johann Gudenus, der ebenfalls auf Ibiza dabei war, legte zeitgleich sein Amt nieder und trat sogar aus der Partei aus. In der Folge zerbrach die rechtskonservative Regierung von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP).

Auch in einer rechtlichen Auseinandersetzung mit der Wochenzeitung "Die Zeit" kamen die Falschangaben des mutmaßlichen Drahtziehers in der vergangenen Woche zur Sprache. In einem Artikel der "FAZ" zu dem Verfahren wird der Berliner Anwalt von Julian H., Johannes Eisenberg, mit der Aussage zitiert, Umstände der Weitergabe des "Ibiza-Videos" gingen den "Zeit"-Anwalt einen "Scheißdreck" an.

Die falschen Angaben sind möglicherweise strafbar

Eisenberg teilte dem Gericht nun mit, man habe die eidesstattliche Versicherung des Antragsstellers nach der Berichterstattung überprüft und "festgestellt, dass er sich falsch erinnerte". H. nahm mehrere Korrekturen vor.

Unklar bleibt, welche Folgen die Falschangabe für Julian H. persönlich hat. Auch eine fahrlässig falsch abgegebene eidesstattliche Versicherung kann strafbar sein. Das Strafgesetzbuch sieht dafür eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr vor.

Die Kammer steht jetzt vor der Entscheidung, ob sie den Vorgang an die zuständige Staatsanwaltschaft in Berlin weiterleitet. Möglich wäre auch, dass die Staatsanwaltschaft von sich aus Ermittlungen aufnimmt.

Nicht revidiert hat Julian H. dagegen seine Behauptung, wonach der damaligen Auseinandersetzung mit der Justiz eine Operation zugrunde liegt. Diese will er im Auftrag einer Behörde durchgeführt haben, die ihn in Folge nicht habe schützen können. Genauere Angaben zu dem Auftraggeber machte er nicht.

Quelle:

https://www.eu-infothek.com/welt-mutmasslicher-drahtzieher-raeumt-falsche-angaben-vor-gericht-ein/

Mutmaßlicher Drahtzieher räumt falsche Angaben vor Gericht ein, welt.de, 14.08.2019


Der Standard

8. August 2019, 17:45

Ibiza-Video

Hitzige Szenen in Ibiza-Prozess: "Wir sind hier nicht in Österreich!"

Vor dem Berliner Landgericht streiten der Ibiza-Video-Detektiv und "Die Zeit" über Persönlichkeitsschutz und Pressefreiheit


Der Anwalt Johannes Eisenberg hat einen Ruf zu verteidigen. Nennt man in Berlin seinen Namen, fallen umgehend Begriffe wie "cholerisch" und sämtliche denkbaren Steigerungen. Eisenberg hat schon alle möglichen Menschen und Institutionen vertreten, Julian Assange etwa, den Gründer von Wikileaks, und die Taz, die er einst mitgründete.

Aktuell ist J. H. Eisenbergs Mandant. Auch wenn jeder nur minimal in der Internet-Recherche Bewanderte binnen fünf Minuten den vollen Namen des Detektivs herausfinden kann, der in die Affäre um das Ibiza-Video involviert ist: Schreiben darf man ihn nicht. Darum geht es am Donnerstag vor dem Landgericht in Berlin: was über J. H. in der deutschen Presse stehen darf. Und was nicht. Im Auftrag von J. H. hat Anwalt Eisenberg Die Zeit verklagt. Anfang Juli hatte deren Investigativ-Chef berichtet, was er bei einer "Spurensuche" zur Frage, wer hinter dem Ibiza-Video steckt, herausfand.

Informationen vom Ex-Chef

Unter anderem schrieb der Journalist über J. H., was dessen Ex-Chef Sascha Wandl sowie anonyme Informanten über ihn erzählten. Schließlich auch, was sich über J. H. in behördlichen Akten fand: etwa beim Landeskriminalamt Niederösterreich. Es ergab sich ein Bild von einem Mann mit einem Vorleben, so stand zu lesen, "dem normale Menschen eher in Netflix-Serien begegnen". Wandl berichtete, dass H. für ihn "das kriminelle Milieu unterwandern" sollte, etwa eine Zigarettenfälscherbande. Und er nannte den Kläger "sehr talentiert in allem, was er tut". J. H. hält das nicht für ein Kompliment.

Das ist der Stand, als sich am Donnerstag kurz vor zwölf der Sitzungssaal füllt; drei Richter, der Zeit-Anwalt, ein paar Journalisten, ein paar Kameraleute und Fotografen. Auf dem Gang bleibt Eisenberg. Und als ein Kameramann von einer Journalistin ein Zeichen erhält, faucht er: "Sie weisen den nicht an, mich hier draußen zu fotografieren! Wir sind hier nicht in Österreich!" Damit ist der Ton gesetzt, im Saal unterbricht Eisenberg dauernd. Er tritt ohne Anwaltsrobe auf, dazu ohne Socken, anders als sein Zeit-Pendant Jörg Nabert.

Fünf Punkte werden bemängelt

Fünf Punkte soll Die Zeit künftig verschweigen müssen, fordert Eisenberg. Dass in Österreich gegen J. H. wegen des Ibiza-Videos ermittelt wird, auf dem er als Mittelsmann der angeblichen Oligarchennichte zu sehen ist. Und dass J. H. eine Vergangenheit hat, in der Polizeibehörden und Probleme mit der Justiz vorkommen. Und dass ein Wiener Anwalt J. H. als Beteiligten genannt und gesagt habe, es sei "von Beginn an geplant gewesen, Strache und Gudenus hereinzulegen" mit dem Video, "um zu dokumentieren, wie gefährlich die FPÖ sei". Laut Zeit haben der Anwalt R. M. und J. H. das "über Mittelsmänner" geantwortet.

Eisenberg bestreitet das. J. H. hat diverse Versicherungen an Eides statt vorgelegt - die nun der Zeit-Anwalt zerpflückt. "Ein Mensch, der regelmäßig lügt", so Nabert. "Mindestens sechs falsche Aussagen in eidesstattlichen Versicherungen." "Sie halten ihn ja offensichtlich für ehrschutzloses Strandgut, auf dem alle etwas abladen können", ätzt Eisenberg.

Das Gericht lässt rasch durchblicken: Dass gegen ihn ermittelt wird, muss J. H. weiter in den Zeitungen lesen. Was aber sein Vorleben angeht - da will es wohl die Persönlichkeitsrechte höher stellen als die Freiheit der Berichterstattung. "Aus unserer Sicht", sagt Zeit-Anwalt Nabert, als sich das Gericht nach siebzig Minuten zur Beratung zurückzieht, "wäre das eine deutliche Einschränkung der Pressefreiheit." Und dass er, in diesem Fall, der Zeit empfehlen würde, in die nächste Instanz zu gehen. Ein Urteil stand zu Redaktionsschluss Donnerstagabend noch aus. (Cornelie Barthelme, 8.8.2019)

Quelle

https://www.derstandard.at/story/2000107213393/hitzige-szenen-in-ibiza-prozess-wir-sind-hier-nicht-in



Strache Video Ibiza


Ibiza-Connection: Schaltzentrale in Wiener Innenstadt

Redaktion EU-Infothek Dienstag, 21. Mai 2019 

Wie EU-Infothek gestern bereits in einem Kommentar feststellte, ist der mögliche Hintergrund der Ibiza Story nicht nur ein politischer, sondern sehr wahrscheinlich ein wirtschaftlicher.

EUI hat intensiv recherchiert und kann aus verlässlicher Quelle berichten, dass die Kontakte zwischen der Familie Gudenus und den vorgeblichen Interessenten für den Kauf eines Waldgrundstückes der Familie Gudenus durch einen bekannten Wiener Rechtsanwalt geschaffen wurden. Eine (in den Fall in keiner Weise involvierte) Immobilienmaklerin erzählte dem Anwalt von ihrem geschäftlichen Kontakt zur Familie Gudenus.

Der Rechtsanwalt hatte einige Monate nach dieser Erstinformation der Maklerin über den Kontakt mit der Familien Gudenus ersucht, direkt mit der Familie Gudenus über den Verkauf des großen Waldgrundstückes im niederösterreichischen Krems-Tal verhandeln zu können. Der Anwalt erklärte, er habe einen sehr vermögenden Klienten aus Russland, welcher in Österreich zu investieren gedenke.

Am 24.3.2017 kam es zu einem eleganten Dinner im Restaurant "Le Ciel" mit folgenden anwesenden Personen: Johann Gudenus, Tatjana Gudenus, Alyona Makarov und Julian Thaler (sehr wahrscheinlich Fake-Namen) sowie dem Rechtsanwalt. Ebenfalls anwesend war die Maklerin. Der hatte in seiner Kanzlei Johann Gudenus eine Kopie des lettischen Passes der angeblichen Russin gezeigt und erklärte, dass sie die Nichte eines sehr reichen Oligarchen aus Russland sei. Den Deutschen Julian Thaler stellte sie als Münchner Freund und Chef einer Sicherheitsfirma vor. Die junge Dame, welche mit einem Maybach, inklusive Chauffeur und Bodyguards, vor dem Hotel vorfuhr, war - in russischer Sprache - sehr gesprächig. Sie liege im Streit mit ihrem Onkel, habe aber nunmehr ein Vermögen von 350 Mio. Euro und möchte im friedlichen, schönen Österreich Sicherheit und Kultur genießen, Investitionen in Grundstücken, Immobilien und Firmen tätigen, vor allem aber ihre Kinder in österreichische Schulen schicken.

Der Anwalt bestätigte die Aussagen der "Oligarchen-Nichte". Der Rechtsanwalt erklärte den Freund der Russin als seinen langjährigen Freund und Bekannten aus München, so dass aufgrund des Auftretens des bekannten Rechtsanwaltes mit dessen Empfehlung die Familie Gudenus keinen Zweifel an der Seriosität der Interessentin hatte.

Zu einem späteren Zeitpunkt zeigte der Anwalt in seiner Kanzlei als Kapitalnachweis - vor Zeugen - einen Kontoauszug flüchtig in die Runde, mit der Bemerkung "die ersten großen Summen sind schon auf meinem Konto". Gudenus konnte daraus schließen, dass der Anwalt, welcher laut Gesetz zur Prüfung der Herkunft von Geldmitteln verpflichtet ist und bei Verdacht diese auch anzeigen muss, die einwandfreie und saubere Herkunft des Geldes überprüft hat.

Es kam in der Folge zu einer Besichtigung des Waldgrundstückes, wo die russische "Interessentin" sehr sachkundige Fragen über den Bestand des Waldes und der Forst- und Jagdwirtschaft etc. stellte. Nach der Besichtigung des möglichen Kaufobjektes trafen sich der Anwalt, Julian Thaler und Johann Gudenus am 28.4.2017 im "Stadtwirt".

Beim letzten Treffen der Oligarchin mit ihrem Freund Julian und dem Rechtsanwalt schwärmte die attraktive Russin von ihrer Lieblingsinsel Ibiza. Gudenus, welcher - wie Strache auch - immer wieder auf Ibiza geurlaubt hat - kam mit der russischen Gruppe rasch zur Vereinbarung, sich zu einem ausführlichen Lunch oder Dinner in Ibiza zu treffen.

Bis zu diesem Zeitpunkt spielte HC Strache in den Diskussionen nur am Rande eine Rolle und war auch nicht persönlich involviert. Die Vorkommnisse auf Ibiza sind "hinlänglich" dokumentiert.

Zusammenfassend ergibt sich der Eindruck, dass der namhafte Rechtsanwalt (selbstverständlich ist der Name der Redaktion bekannt) mit nahöstlichen Wurzeln entweder auf eigene Initiative oder aber im Auftrage eines seiner sehr bekannten Klienten bzw. Freunde, auch aus der High Society und den Wirtschaftsseiten bekannt, eine Auftragsarbeit erfüllte.

Die detaillierte Aufklärung überlässt EU-Infothek jetzt den Behörden und den großen Medien, auch jenen, die sich bis jetzt als "Enthüller" vorgestellt haben.

Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass die Hintermänner sowohl die aufklärerisch wirkenden Medien als auch die Politik und die Öffentlichkeit hinters Licht geführt haben.

Die Hintermänner sind die wahren Strippenzieher, Politik und Medien waren bis jetzt eher deren hilfreiche Unterstützer ihrer sorgfältig geplanten Aktion. Aus den EU-Infothek vorliegenden belastungsfesten und sicheren Erkenntnissen kann auch geschlossen werden, dass die Ibiza Connection eine technisch einfach durchzuführende Aktion war - die im Internet um hundert Euro erhältlichen Minikameras sehen aus wie ein Nagelkopf in der Wand.

Über eine versteckte Internetverbindung können dann die Übertragungsbilder von allen, die den Zugangscode haben, genüsslich betrachtet werden. Das kann im Nachbarhaus sein, die Auftraggeber können in einem Hotelzimmer oder auf einem Schiff die Show genießen.

Weshalb es fast zwei Jahre dauerte, bis das Video an die Öffentlichkeit kam, ist im Moment nur durch Vermutungen zu erklären. Möglicherweise hat einer der Beteiligten mehr Geld von seinen Auftraggebern verlangt und dann das Video selbst verkaufen wollen. Dafür spricht auch die übertriebene, filmreife Übergabemodalität des USB Sticks an einen Medienvertreter und die angeblichen Verkaufsbemühungen an Jan Böhmermann, welche in den Medien zitiert wurden.

EU-Infothek wird diese Informationen über einen Rechtsanwalt umgehend den Behörden zukommen lassen, selbstverständlich auch die Identität des strippenziehenden Anwaltes. Immerhin besteht nicht nur der dringende Tatverdacht, österreichische gewählte Mandatare in der beschriebenen Art listig übervorteilt zu haben, sondern auch der dringende Verdacht einer großangelegten Geldwäscheaktion, welche auch durch das Verhalten des Rechtsanwaltes dargestellt ist. Johann Gudenus bzw. seine Familienmitglieder erhielten keine Anzahlung und auch keine andere Zahlung aus diesem Geld.

Quelle

https://www.eu-infothek.com/ibiza-connection-schaltzentrale-in-wiener-innenstadt/

Der Name des Videoproduzenten ist der Detektei Ulm bereits bekannt. 21. Mai 2019

Julian H.  konsic.com München

https://www.eu-infothek.com/ibiza-connection-wien-muenchen/


BAWAG SKANDAL

                           Foto: Martin Ulm/Kurier

GLÜCKSSPIEL SKANDAL

OTS0005, 23. Mai 2019, 07:47 drucken als pdf als Text

Ibiza Video: So sind Österreichs Detektive nicht!

Angesichts der zunehmenden Berichterstattung über eine mutmaßliche Beteiligung eines "Detektivs" an der Produktion des Ibiza Videos rund um Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus, erlaubt sich der Österreichische Detektiv-Verband (ÖDV) folgendes klarzustellen:

Das Gewerbe der Berufsdetektive ist in Österreich ein reglementiertes Gewerbe mit besonderen Zugangsvoraussetzungen. Das bedeutet einerseits, dass eine fachliche Befähigung und andererseits ein einwandfreier Leumund nachgewiesen werden müssen, um als Berufsdetektiv tätig werden zu können.

Österreichs Berufsdetektive unterwerfen sich zusätzlich zu den gesetzlichen Bestimmungen, jedenfalls sei hier die DSGVO aber auch viele anderen Gesetze genannt, auch berufsethischer Bestimmungen, insbesondere dem sogenannten berechtigten Interesse. Dieses besagt, dass detektivische Maßnahmen nur dann zulässig sind, wenn seitens des Auftraggebers ein berechtigtes Interesse an bestimmten Informationen besteht, meist um einen Schaden abzuwehren. Bei Vorliegen eines berechtigten Interesses des Auftraggebers wird der Detektiv sodann tätig, ohne selbst die rechtswidrige Handlung zu provozieren.

Der Österreichische Detektiv Verband (ÖDV) vertritt die Meinung, dass im Fall des vorliegenden Videos kein berechtigtes Interesse seitens des Auftraggebers vorgelegen sein kann, insbesondere auch deswegen, weil mit der Verwertung der Erkenntnisse über 2 Jahre zugewartet wurde.

Darüber hinaus wurden die handelnden Personen hier aktiv in eine Falle gelockt und möglicherweise auch vorsätzlich in einen enthemmten Zustand versetzt, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. Dies wiederum widerspricht dem Grundsatz, das Fehlverhalten nicht selbst herbeizuführen oder zu begünstigen.

Mag ein österreichischer Detektiv zwar methodisch jederzeit in der Lage sein, einen solchen Einsatz durchzuführen, erachtet der Österreichische Detektiv Verband das Vorgehen der Produzenten des besagten Videos weder als durch ein berechtigtes Interesse gedeckt noch als im Rahmen der ethischen Grundsätze seriöser Detektive durchgeführt.

Soweit dem ÖDV bekannt, handelt es sich bei dem beteiligten "Detektiv" um keinen österreichischen Berufsdetektiv, sprich es liegt keine Gewerbeberechtigung vor. Darüber hinaus hegen wir erhebliche Zweifel, dass eine entsprechende Befähigung nachgewiesen werden könnte und es liegen glaubhafte Informationen vor, dass die besondere Zuverlässigkeit aufgrund von Vorstrafen nicht gegeben ist.

Sollte also der Betreffende an der Produktion des Videos beteiligt gewesen sein, handelte es sich nicht um einen Detektiv sondern um einen Möchtegernschnüffler außerhalb des Gesetzes und jeder Berufsethik.

Das mediale Betonen, ein Detektiv oder eine Detektei sei an dem Video beteiligt gewesen, dient lediglich der reißerischen Darstellung einer Geschichte, schadet aber dem Berufsstand der durch uns vertretenen Gewerbetreibenden und rückt sie in ein falsches Licht.

Österreichs Berufsdetektive und deren MitarbeiterInnen verrichten im Rahmen der Rechtspflege einen wertvollen Dienst an unserer Gesellschaft, indem sie Sachverhalte klären und Beweise für gerichtliche Auseinandersetzungen sichern und aufbereiten. Sie sind Dienstleister für durchwegs in Not geratene oder zumindest in schwierigen Situationen befindlichen Bürgern dieses schönen Landes.



Porträt eines Detektivs in Wien

Was macht ein Detektiv in Wien wirklich? Fragen wir einen erfahrenen Detektiv, der aus seinem reichen Erfahrungsschatz erzählen kann: Martin Ulm. Er hat unter anderem Helmut Elsner observiert und dutzende Ehebrecher überführt. Er arbeitet seit 25 Jahren als Berufsdetektiv, er ist einer von 300 in Österreich. Sein Beruf ist mehr eine Berufung: "Es war schon mein Kindheitswunsch." 1993 begann Ulm in einer Detektei zu arbeiten, nebenbei wurde die Detektivakademie absolviert. Heute betreibt er seine eigene Firma, die Detektei Martin Ulm. Mit im Schnitt fünf Mitarbeitern: "Je nach Auftragslage." Der 48-Jährige hat sich im Jahr 2002 selbstständig gemacht. "Im Büro ist kaum jemand. In der Regel sitze nur ich dort und delegiere", erzählt er von seiner täglichen Arbeit, die sich im Laufe der Jahre stark verändert habe: "Früher waren wir zum Recherchieren öfters draußen. Heute wird 80 Prozent im Büro erledigt."


Wie ein Detektiv recherchiert

Das Internet, so Ulm, habe die Branche revolutioniert: "Was früher oft mühsame Ermittlungsarbeit vor Ort war, findet man jetzt mit einem Mausclick." Ob Hintergrundinfos oder Bilder von Personen: Gerade soziale Netzwerke wie Facebook oder Xing seien zum Schnüffeln prädestiniert, berichtet er von seinem persönlichen Segen der Web.2.0-Generation. Um Kontakt aufzunehmen, werden aber keine gefakten Profile angelegt: "Es reicht oft, wenn man die Freundes- oder Kontaktlisten der Personen sieht." Weitere Recherchemöglichkeiten seien spezielle Datenbanken, Firmenregister etc. "Es liegt eh alles auf der Straße", meint Ulm, "man muss es nur aufheben".Betriebsspionage, Versicherungsbetrug, Abhörschutz, Personensuche oder Mitarbeiterüberwachung: das Leistungsspektrum der Detektei ist breit gestreut. Ebenso wie die Kunden, die aus Banken, Versicherungen oder Hausverwaltungen kommen. Im privaten Bereich spielt etwa Ehebruch - oder vermeintlicher - eine große Rolle, sagt Ulm. "Alle Klienten haben einen Verdacht." Und der, so der Unternehmer, sei immer auch begründet: "Ich kann mich bis jetzt an keinen Fall erinnern, wo nichts gewesen wäre."


Wie ein Detektiv fündig wird

Erwischt werden die Leute mittels Beobachtungen. "Wir legen uns nicht auf die Lauer, sondern mischen uns unter die Passanten oder fahren mit dem Auto nach." Wie oft man observieren muss, sei unterschiedlich: "Es kann schon beim ersten Mal klappen", berichtet er, "manchmal aber erst beim zweiten oder dritten Versuch". In Absprache mit dem Klienten werden die Beobachtungstage so ausgewählt, dass das Ertappen auf frischer Tat wahrscheinlicher sei.Dokumentiert wird das Vergehen dann via Foto oder Video. "Wenn wir Glück haben, tauschen die Leute schon auf der Straße Zärtlichkeiten aus", sagt Ulm. Das werde dann gefilmt. Normalerweise spielen sich Affären in irgendwelchen Wohnungen ab. Und hier gebe es einen fixen Grundsatz: "Bei der Wohnungstüre ist Schluss." Man verschaffe sich niemals unter einer falschen Identität oder unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Zutritt, betont er.


Wie der Kontakt abläuft

Bei den Observierungen kommt es zu keiner direkten Konfrontation mit der "Zielperson"; wie man zu beobachtende Personen so nennt. "Vorher würden wir abbrechen", so Ulm, der die Gefahr, dass Detektive als solche erkannt werden, als sehr gering einschätzt: "In meiner Detektei ist das in den letzten Jahren nicht vorgekommen." Sollte sich aber jemand wirklich beobachtet fühlen, sind die weiteren Erfolgsaussichten ziemlich schlecht. "Normalerweise funktioniert das dann nicht mehr."Die "Zielperson" bei einem Seitensprung zu erwischen sei gut, so Ulm, idealer sei es aber, eine "Regelmäßigkeit" festzustellen. Um bei etwaigen Scheidungsfällen bessere Karten zu haben; wenn es um die Schuldfrage geht. Eine gemeinsame Übernachtung wiege hier schwerer als nur ein Quickie in einer Wohnung. Solche Observierungen kosten "im Schnitt zwischen 4.000 und 6.000 Euro", erläutert er. Geschlechtsspezifische Unterschiede gibt es nicht: "Frauen und Männer beauftragen uns gleichermaßen."


Die Grenzen der Legalität

Dass sich Detektive oft im gesetzlichen Graubereich bewegen, verneint Ulm: "Alles was wir machen, ist legal." Die Reputation stehe genauso auf dem Spiel wie die Konzession für das Unternehmen. In Österreich sind die Detekteien unter dem Dach des Detektiv-Verbands versammelt. Illegale Aktionen wie Telefonabhörungen oder das Anbringen von Wanzen seien tabu, beteuert er.Was sehr wohl zum Portfolio gehört, ist Abhörschutz: "Firmen mit innovativen Produkten werden oft ausspioniert." Das Lokalisieren von Wanzen sei ein sehr zeitaufwändiges Prozedere, erklärt er. Einerseits gebe es spezielle Geräte zum Aufspüren, auf der anderen Seite müsste aber beinahe die gesamte Büroeinrichtung - vom Computer bis zum Sessel - auf den Kopf gestellt werden. "Alles wird zerlegt." Wanzen können nicht mehr geortet werden, wenn die Batterie leer ist.


Der Höhepunkt seiner Karriere

In seinen 25 Jahren als Detektiv hat Ulm schon einiges erlebt. Ein Höhepunkt seiner Karriere war im Herbst 2006 die Beobachtung von Helmut Elsner. Im Auftrag des "Kurier" observierte er den Ex-BAWAG-Chef acht Tage lang in einer Villenanlage an der Côte d'Azur. Elsner, so die damalige Behauptung seines Anwalts, musste einen Vernehmungstermin in Wien aus gesundheitlichen Gründen platzen lassen. Ulms Fotos zeigten schließlich, dass der Banker sehr wohl gut zu Fuß war und geschäftliche und private Termine wahrnehmen konnte. Dokumentationen, die auch ausschlaggebend für die Verhaftung waren.Elsner sitzt noch immer hinter Gitter. Eine Art von Genugtuung verspürt der Detektiv bei solchen Aufträgen nicht. Die sind quasi Teil des Jobs. Aber ein angenehmer Teil, gibt er zu. "Wer will nicht acht Tage an der Côte d'Azur verbringen?", wie es im Falle von Elsners Beschattung war, so Ulm, dessen Einsatzgebiet die ganze Welt umfasst: "Bei einer schönen Destination reise ich selbst, sonst übernehmen die Mitarbeiter", grinst er, allerdings: "80 Prozent der Ermittlungsarbeit spielen sich im Inland ab."


Misstrauen bei Krankenstand

Dass "Misstrauen" im Generellen in den letzten Jahren zugenommen hat, glaubt er nicht: "Es ist konstant." Konstant ist auch die Zahl der Mitarbeiterüberwachungen. "In besonders schweren Fällen, wo es um Krankenstände geht", erzählt er. "Leute sagen, dass sie krank sind, gehen aber ins Fitnessstudio oder ins Schwimmbad." Ein klassischer Fall, wo ein Detektiv auf den Plan tritt. "Aber nur, wenn es wirklich Auffälligkeiten sind", so Ulm, denn: "Es wäre zu teuer, jeden Mitarbeiter zu überwachen." Neben Krankenständen geraten auch Außendienstmitarbeiter oft ins Visier von Detektiven: "Manche fahren nämlich nicht einmal von zuhause weg."Es komme immer wieder vor, dass Aufträge verweigert werden. "Fälle wie Lidl oder Deutsche Bundesbahn würde ich persönlich nicht machen", meint er. Tätigkeiten von Angestellten wurden hier bis ins Privatleben seziert. Für Ulm eine Frage der Berufsethik: "Alle einfach unter Generalverdacht stellen, geht nicht." Ein weiters Tabu sind für ihn Tests, wo die Treue von Partnern auf dem Prüfstand steht. "Ein 'Lockvogel' wird hier engagiert, um jemanden zu einem Seitensprung zu verführen", präzisiert Ulm. "Wenn die Leute von selbst untreu werden, ok, aber man muss das nicht provozieren." Es gebe ohnehin eigene Agenturen, die solche "Treuetests" durchführen.


Persönlichkeit eines Detektivs

Bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, die sich wie ein roter Faden durch die Detektiv-Branche ziehen, kann er keine erkennen; außer vielleicht "geistige Fitness und Neugierde". Überhaupt würden sich in dem Metier sehr unterschiedliche Charaktere tummeln: "Wir haben Kollegen, die vorher studiert haben." Etwa Soziologen oder Medienleute. Eine gute körperliche Konstitution sei keine Voraussetzung für den Beruf, aber ein Vorteil: "Es ist sicher ein harter Job."Der Besitz eines Waffenscheins ist kein Muss, sondern mehr Usus. "In der Regel hat jeder Detektiv eine", sagt Ulm, der seine Waffe nie bei sich trägt: "Die liegt im Safe, außer ich mache Personenschutz." Ein Schutz, der ihn an die Seite von "sehr vielen" Prominenten gebracht hat. Um welche Personen es sich handelte, will er nicht sagen.


Das Ende der Karriere

Wo der Auftrag endet, beginnt schon die Diskretion. Und die ist in der Branche wohl das wichtigste Asset, um erfolgreich zu sein. An den Nagel hängen will er seinen Traumberuf nicht so schnell: "Ich strebe keine Pension an und solange ich tippen und ermitteln kann, werde ich das tun." Vorstellen kann er sich, bis mindestens 80 zu arbeiten. "Ich werde wohl an meinem Schreibtisch sterben."


Was einen guten Detekiv auszeichnet

Reaktionsschnelligkeit, ein gutes Gedächtnis und eine gute Menschenkenntnis sind erfolgsversprechende Voraussetzungen für Berufsdetektive. Berufsdetektive müssen erkennen, wenn jemand lügt, und auch möglichst unauffällig die richtigen Fragen stellen können.Die meisten guten Detektive zeichnen Eigenschaften wie Geduld, unauffälliges Verhalten und ein gutes Gedächtnis aus. Es muss ihnen klar sein, dass langes Warten zum Beruf gehört. Dabei kann fast jeder Detektiv werden: Die Grundausbildung zum Assistenten dauert ein Jahr. Jeder kann unabhängig von seiner Vorbildung in die Branche einsteigen.


Das Berufsbild eines Detektivs

Das Bild, das Film und Fernsehen vom Detektiv zeichnen, hat wenig mit der Wirklichkeit zu tun. Von Hochspannung ist kaum die Rede. In Wohnungen einzubrechen, sofort von der Schusswaffe Gebrauch zu machen, wenn es sein muss, auch einmal ordentlich zuzuschlagen, und das alles unter ständiger Hochspannung, ist nur im Kino der Fall.Diese filmischen Szenen sind in Wirklichkeit illegal und stellen eine Notwehrüberschreitung dar. Einen Großteil des Alltags verbringt der Detektiv mit Warten, auch genannt "ereignislose Observation". Dennoch ist der Beruf des Detektivs äußerst abwechslungsreich und vielfältig.


Ausbildung beim Berufseinstieg

Der Einstieg in die Branche erfolgt als Berufsdetektiv-Assistent. Die Ausbildung dazu dauert ein Jahr und ist berufsbegleitend aufgebaut. In fünf Modulen lernen angehende Detektive neben Rechtskunde, Verbrechenspsychologie und Kriminalsoziologie auch kriminaltaktisches Vorgehen, Observationstechniken und den Umgang mit den verschiedenen technischen Hilfsmitteln. In Wochenend-Workshops wird dann das theoretische Wissen in der Praxis erprobt. Der Einstieg in die Ausbildung ist bei jedem Modul möglich. Abgesehen von der österreichischen Rechtskunde ist die Ausbildung europaweit anerkannt.Je nach Bildungsgrad kann dann nach beispielsweise einer einjährigen Praxis für Akademiker eine Berufsbefähigungsprüfung abgelegt werden, mit der man die Zulassung als Berufsdetektiv bekommt. "Unsere Teilnehmer sind bunt gemischt. Für die wenigsten ist es aber die erste Berufswahl" , so Novak. Das liege aber vor allem daran, dass man mindestens 18 Jahre alt sein muss.


Frauen als Detektiv

Frauen sind in diesem Beruf besonders erfolgreich, weil die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit anders ist und sie dadurch am unauffälligsten agieren können. Circa 40 Prozent der Teilnehmer sind weiblich. Anders sieht es bei der Ausbildung zum Personenschützer aus. Diesen Kurs besucht kaum eine Frau. Dabei steigt der Bedarf an Personenschützerinnen kontinuierlich.Neben Berufserfahrung ist auch eine Spezialisierung auf bestimmte Techniken für Berufsdetektive von Vorteil. Derzeit sind knapp 370 Berufsdetektive und 700 Assistenten in Österreich auf Spurensuche, aber kaum jemand mit dem Spezialgebiet Forensik oder Abhörschutz.


Kosten eines Detektivs in Wien

Die Kosten eines Detektivs in Wien setzen sich aus unterschiedlichen Kostenfaktoren zusammen und bemisst sich nach dem Zeitaufwand in Stunden, einem Kilometergeld und den auftragsnotwendigen Spesen. Zu den wichtigsten Komponenten der Kosten eines Detektivs zählen daher ein Honorar pro Stunde, Kilometergeld, Spesen sowie Kosten für den Einsatz von Geräten. Das erste Beratungsgespräch in einer Detektei ist für Sie in der Regel vollkommen kostenlos und unverbindlich. Die Kosten für einen Auftrag lassen sich erst nach Diskussion genauer Informationen abschätzen, da jeder Fall einzigartig ist und eine andere Ermittlungsstrategie erfordert. Die genauen Kosten können daher erst im Verlauf eines persönlichen Gesprächs und mit dem Erhalt aller nötigen Informationen angegeben werden.


Regressforderung wegen Schadenersatz

Dabei ist wichtig zu wissen, dass Sie in vielen Fällen die Detektivkosten von der Person, die Ihnen Schaden zugefügt hat, zurückfordern können. Dies betrifft insbesondere die Untreue des Ehepartners. In diesen Fällen muss der untreue Ehepartner gemeinsam mit dem Ehestörer bzw. der Ehestörerin das Honorar des Detektivs bezahlen, sodass dem Auftraggeber, also dem betrogenen Ehepartner keine Kosten entstehen.


Richtwerte für die Honorare eines Detektivs in Wien


Honorar eines Detektivs

Die Detektivstunde kostet in der Regel zwischen 40 und 70 Euro pro Stunde.

Kilometergeld

Pro gefahrenem Kilometer werden zwischen 0,60 und 1 Euro in Rechnung gestellt.

Sonstige Spesen

Telefonate, Parkscheine, Konsumationen, Fahrkarten, Übernachtungen, Eintrittskarten, und ähnliches werden gesondert verrechnet. Die Kosten für den Einsatz von Geräten, wie z.B. stationären Videoüberwachungsanlagen oder Fahrzeugfernortungsgeräten werden je nach Art des Auftrages, der Dauer des Einsatzes und der Art des Gerätes verrechnet. Zusätzlich können Kosten für Personenschutz entstehen. Als Richtwert für den Stundensatz für Personenschutz gelten 50 bis 100 Euro pro eingesetztem Personenschützer. Externe Computerexperten, die bei der Aufklärung und der Prävention von Informationsabflüssen herangezogen werden, sind von der Art und Umfang des Auftrages abhängig. Adressenermittlungen in Wien aufgrund persönlicher Erhebungen von Berufsdetektiven vor Ort werden mit einem Honorar zwischen 150 und 250 Euro verrechnet.



10 Punkte an denen ich einen guten Detektiv in Wien erkenne

Viele Detektive werben mit Aussagen wie: "Wir bieten Detektivarbeit auf höchstem Niveau und dies in fast allen Bereichen." Es gibt ein vielfältiges Angebot an Detekteien in Wien, und die Werbeversprechen klingen häufig vollmundig.

Natürlich gibt es zahlreiche versierte und gute Detekteien, die jedoch für einen Branchenfremden schwierig zu identifizieren sind. Woran erkennen Sie nun einen guten Detektiv:

1. Erstkontakt

Das Erstgespräch mit dem Detektiv Ihrer Wahl ist kostenlos.

2. Detektivkosten

Ihr Detektiv sollte Sie auf Folgendes hinweisen: Aus dem Titel des Schadenersatzes gemäß § 1295 ABGB kann in vielen Fällen der Ersatz der gesamten Detektivkosten vom Schädiger zurückgefordert werden. Folglich bekommt der Auftraggeber das gesamte Honorar zurückerstattet und es erwachsen ihm keine Kosten.

3. Qualitätssiegel

Achten und bevorzugen Sie nach Möglichkeit eine Detektei die vom TÜV oder einer ähnlichen Überwachungsorganisation nach der Qualitätsnorm DIN EN ISO 9001:2000 geprüft und zertifiziert ist. Hier überzeugen sich einmal jährlich neutrale und erfahrene Prüfer des TÜV von der Seriosität und der Leistungsfähigkeit der Detektei und prüfen auch die aktuellen Referenzen dieser Detektei eingehend.

4. Persönlichkeit

Achten Sie darauf, dass es möglich ist die Detektei persönlich zu besuchen. Bei einem solchen Besuch, können Sie sich am besten von der Ausstattung und dem Erscheinungsbild der Detektei und der dort beschäftigten Personen überzeugen. Meist wird dies nur nach Terminvereinbarung möglich sein; eine Sekretärin sollte aber auch ohne Terminvereinbarung zu den üblichen Bürozeiten unter der Anschrift der Detektei für Sie ansprechbar sein. Eine Detektei die nur mit Postfachanschrift wirbt, oder sich mit Ihnen ausschließlich in Cafes treffen will, ist meist nicht seriös und daher kaum zu empfehlen. Gleiches gilt für Detekteien, die Ihre Dienste vom heimischen Wohnzimmertisch aus anbieten.

5. Erreichbarkeit

Selbst wenn kein persönlicher Besuch bei der von Ihnen favorisierten Detektei möglich ist, etwa weil diese kein Büro in Ihrer Nähe unterhält, sollte zumindest eine fachkundige und ausführliche telefonische Beratung zu erhalten sein und die Detektei sollte auch über die Telefonauskunft unter der angegebenen Adresse eingetragen sein. Dies ist ein Beweis für die tatsächliche Existenz der Niederlassung und nicht nur für das Vorhandensein einer Anrufweiterschaltung!

6. Firma

Achten Sie darauf, dass Sie möglichst keine "Ein-Mann-Detektei" einschalten. Diese verfügen häufig nicht über die logistischen und personellen Möglichkeiten, komplizierte oder größere Aufträge zu bearbeiten. Eine Observation mit nur einem Detektiv funktioniert vielleicht bei Lenßen & Partner im Fernsehen, aber nicht in der Realität! Meist werden von "Ein-Mann-Detekteien" Subunternehmer hinzugezogen, was dazu führt, dass letztlich eine völlig andere Detektei - nämlich die des eingeschalteten Subunternehmers - Ihren Auftrag bearbeitet und nicht die Detektei, der Sie eigentlich das Vertrauen geschenkt haben! Eine professionelle Detektei sollte über fest in dieser Detektei Angestellte Detektive verfügen, die exklusive nur dort tätig sind und dies auch in einem persönlichen Gespräch nachweisen können.

7. Ausbildung

Die Detektive sollten möglichst eine Ausbildung als Detektiv absolviert haben und nicht nur angelernte Kräfte, oder ehemalige Polizeibeamte sein. Nur bei wirklich als Detektiv ausgebildeten Kräften haben Sie die Sicherheit, dass von den an Ihrem Auftrag arbeitenden Detektiven eine fundierte fachbezogene Ausbildung z.B. in Observationstaktik, Ermittlungstaktik, Berichterstellung, Rechtskunde usw. absolviert wurde und Sie mit entsprechenden professionellen Ergebnissen und gerichtsverwertbaren Berichten rechnen können.

8. Schriftlichkeit

Lassen Sie sich einen schriftlichen Vertrag geben. Jeder seriöse Detektiv wird Ihnen den Vertrag auch überlassen, damit Sie sich alles in Ruhe durchlesen können und vielleicht eine Nacht über Ihre Entscheidung nachdenken können, oder sich vor Unterschrift mit einem Anwalt besprechen können. Viele Detekteien haben zwar Detektive vor Ort, aber Niederlassungen nur in größeren Städten, in welchen Publikumsverkehr möglich ist. Dies ist noch nichts Schlechtes. Jedoch sollten Sie darauf achten, dass Ihnen die Kosten der Detektive dann wirklich erst ab Einsatzort und nicht ab irgendeinem "Stützpunkt" o.ä. berechnet werden. Auch sollte Ihnen die Detektei in diesem Fall einen Vertragsentwurf per E-Mail überlassen und Ihnen damit die Gelegenheit geben, den Vertrag - auch gemeinsam mit einem Anwalt - in Ruhe zu prüfen.

9. Honorar

Klare Honorarabsprachen sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Auch eine für beide Seiten verbindliche Höchstummenvereinbarung sollte im Vertrag schriftlich möglich sein, um Sie vor unliebsamen Überraschungen bei der Abrechnung zu schützen. Achten Sie darauf, dass der Auftrag schriftlich so exakt wie möglich formuliert ist, da mündliche Absprachen meist nicht rechtswirksam sind und Nährboden für Streitigkeiten bieten.

10. Referenzen

Viele Detekteien geben schriftliche Referenzen nur in einem persönlichen Gespräch heraus. Das ist nicht ungewöhnlich. Referenzen sind das wertvollste, was eine Detektei, neben den eigenen Mitarbeitern, zu bieten hat! Wenn Sie ein solches Gespräch nutzen, sollten Sie sich in jedem Fall aktuelle und aussagefähige Referenzen zeigen lassen. Eine Detektei die Referenzen auch in einem persönlichen Gespräch nicht vorlegen kann / will, hat meist keine.

Quelle

https://detektivinwien.blogspot.com/2014/08/portrat-eines-detektivs-in-wien.html


Razzia bei Strache, Gudenus & Co wegen Casinos-Postenschachers

Die Bestellung von Peter Sidlo zum Casinos-Austria-Finanzchef und vermutete Versprechen der FPÖ an Novomatic sorgen für einen Eklat

Renate Graber

13. August 2019, 11:42

Unerwarteten Besuch gab es am Montag für den neuen Finanzvorstand der Casinos Austria, Peter Sidlo - und etliche andere. Am Vormittag seines ersten Arbeitstags nach dem Urlaub tauchten Ermittler und Staatsanwalt bei Sidlo daheim auf: Hausdurchsuchung. Ein paar Stunden später fand dann auch in Sidlos Büro in der teilstaatlichen Casag eine Hausdurchsuchung statt. Auch Aufsichtsratspräsident Walter Rothensteiner war betroffen - er ist im Verfahren, um das es geht, als Zeuge geführt.

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Und: Auch beim vormaligen Vizekanzler Heinz-Christian Strache, bei Ex-FPÖ-Klubchef Johann Gudenus und bei Novomatic-Chef und Casag-Aufsichtsrat Harald Neumann schauten die Ermittler nach. Worum es geht: Nach einer anonymen Anzeige ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) zu darin erhobenen Vorwürfen. Selbige sollen sich nach Zeugenaussagen verdichtet haben.

Politischer Deal

Es geht darin zusammengefasst um den Vorwurf, der freiheitliche Wiener Bezirksrat und Gudenus nahestehende Sidlo sei auf Basis eines politischen Deals in den Vorstand der Casag gekommen. Der Personalberater hatte ihn nicht empfohlen, der Aufsichtsrat unter Rothensteiner bestellte den 45-Jährigen trotzdem. Laut dem Vorwurf soll es eine ÖVP-FPÖ-Vereinbarung gegeben haben, Sidlo auf einem Ticket von Casag-Miteigner Novomatic in den Vorstand zu entsenden. Im Gegenzug soll die FPÖ Entgegenkommen bei etwaigen Gesetzesänderungen beim kleinen Glücksspiel nach der Wiener Wahl signalisiert haben.

Auch der damalige Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs (FPÖ) soll involviert gewesen sein. All das soll FPÖ-Abgeordnete zur Ansicht gebracht haben, Sidlo sei die "Glücksfee" der Partei in der Casag. Zu den Beschuldigten gehören unter anderen Strache, Gudenus und Novomatic-Eigentümer Johann Graf. Die Beschuldigten haben die Vorwürfe bislang bestritten.

Peter Sidlo soll auf Basis eines politischen Deals zum Finanzvorstand der Casinos Austria bestellt worden sein. 

Keine Details bestätigt

Die WKStA bestätigt keine Details, die Causa sei ein Verschlussakt und unterliege daher strenger Vertraulichkeit. Ein Sprecher der Behörde bestätigt Hausdurchsuchungen an mehreren Standorten in zwei Bundesländern, die reibungslos funktioniert hätten. Es geht um den Verdacht der Bestechung und Bestechlichkeit. Beschuldigt seien sechs Personen und ein Verband, also ein Unternehmen. Dabei dürfte es sich um die Novomatic handeln. Novomatic wollte die Hausdurchsuchungen nicht bestätigen.

Ein Casag-Sprecher sagte jedoch, dass es am Montagnachmittag "Ermittlungshandlungen" in der Unternehmenszentrale gegeben habe. Peter Sidlo sei zu den Umständen seiner Vorstandsbestellung befragt worden, sagte Casag-Sprecher Patrick Minar. Die Casag selbst sei nicht Gegenstand der Ermittlungen, Aufsichtsratschef Rothensteiner sei in der Sache als Zeuge befragt worden.

Rothensteiner sagte vor Wochen zum STANDARD, es habe bei der Bestellung keine politischen Vorgaben gegeben - Sidlo sei ausgewiesener Finanzexperte. Novomatic-Chef Neumann meinte, es könne gar keine Deals und oder Zusagen fürs kleine Glücksspiel geben, und auch Sidlo dementierte alle Vorwürfe. Er soll Casag-intern zugesichert haben, nichts mit dem in Straches und Gudenus' Ibiza-Video-Auftritt Gesagten zu tun zu haben. (Renate Graber, 13.8.2019)

Quelle

https://www.derstandard.at/story/2000107362366/razzia-bei-strache-gudenus-co-wegen-casinos-postenschachers




Kurier 5.12.2011


In Österreich gibt es knapp 300 offizielle Privatdetektive. Der KURIER hat zwei getroffen. Über ein boomendes Geschäft.

Der wohl abgehalftertste Privatdetektiv der Weltliteratur, Philip Marlowe, würde sich wundern. Nichts in diesem hellen Büro im ersten Wiener Bezirk erinnert an jenes Loch, in dem die Romanfigur ihre Klienten empfängt.

Anstelle des Whiskeyglases steht ein riesiger Bildschirm auf dem Schreibtisch. Und dort, wo bei Marlowe der Verputz von den Wänden bröckelt, hängt bei Lukas Helmberger moderne Kunst.
Helmberger ist Berufsdetektiv und einer von 104 Wienern und knapp 300 Österreichern, die ihr Geld damit verdienen, Eheleute mit dem Gspusi in flagranti zu ertappen; die sich darauf verstehen, Wirtschaftskriminellen das Handwerk zu legen, und die ihre Identitäten wechseln wie andere Leute ihren Facebookstatus. Helmberger ist einer, der mit seinem Umfeld verschmelzen kann und der "mit den Abgründen der Menschen" zu tun hat. "Aber mit dem Klischee des Schnüfflers hat all das nichts gemein", ist er überzeugt. Als Detektiv halte man sich streng an die Buchstaben des Gesetzes. "Es geht darum, mögliche Schäden abzuwenden."
Die Geschäfte laufen gut. Neun Leute arbeiten Vollzeit für den Wiener. 3000 bis 5000 Euro kostet es, den Ehegatten beschatten zu lassen. "Aber nicht, dass Sie glauben, ich hätte nur weibliche Auftraggeber. Mann und Frau stehen sich in puncto Fremdgehen in nichts nach."

Der Wiener erzählt von jenem Fall, als er sprichwörtlich schneller war, als die Polizei erlaubt. Damals, vor fünf Jahren, gelang ihm, was die Beamten der Polizei nicht vermochten: In wenigen Tagen forschte er einen jungen Burschen aus, der für den Tod eines Pensionisten verantwortlich war. "Grundsätzlich ist unser Verhältnis zur Polizei gut. Wir haben auch nur selten Berührungspunkte", sagt Helmberger.
Doch wo verläuft die Grenze zwischen Schnüffelei und sauberer Recherche? "Während Polizisten nur dürfen, was explizit erlaubt ist, dürfen wir auch das, was nicht explizit verboten ist", beschreibt er den Graubereich, den seine Zunft bei Recherchen oft durchschreitet. "Unsere Kunden müssen ein berechtigtes Interesse haben", sagt er. "Wir übernehmen nicht jeden Auftrag."
Martin Ulm sieht das ähnlich. Auch er ist schon lange im Geschäft tätig. Ein Foto will er von sich aber lieber nicht in der Zeitung sehen. "Es gibt Gesetze, an die wir uns zu halten haben - wie jeder andere Bürger auch", sagt Ulm, der auch für Medien schon mehrere Recherchen erledigt hat. "Wir hören keine Leute ab und nehmen keine Aufträge an, wo Recherchen für Erpressungen missbraucht werden könnten. Spionage ist tabu."
Doch genau das ist in Großbritannien geschehen. Journalisten und Detektive ließen sich dort auf eine unheilvolle Allianz ein und hörten Telefone von Vermissten und von Angehörigen gefallener Soldaten ab. "Das ist erstens gegen das Gesetz und zweitens moralisch verwerflich", sagt Helmberger.
Doch wie kommt man als Detektiv anders an Informationen als durch kleine Lügen? "Lügen heißen bei uns Legenden", sagt er freimütig, "und sie sind natürlich Teil unseres Geschäfts." Doch die meisten, sagt Ulm, würden ohnedies weit mehr erzählen, als man sie gefragt hat. Auch ganz ohne illegale Abhörmethoden. "Oft genügt der Blick ins Internet."

Hintergrund: Wie man Privatdetektiv wird

Anforderung Lukas Helmberger ist überzeugt: "Es ist kein Job wie jeder andere." Man müsse flexibel sein und auch an Wochenenden arbeiten. In seiner Kanzlei arbeiten Alt und Jung, Mann und Frau, Studierte und Schulabbrecher. "Wichtig ist, dass man mit seinem Umfeld verschmelzen kann, um unauffällig zu bleiben."
Prüfung Gewerbetreibende müssen eine Prüfung vor einer Kommission ablegen. Seit Längerem bietet der Österreichische Detektiv Verband (ÖDV) eine Ausbildung für Detektivassistenten, Kaufhausdetektive und für Personenschützer an. Die Ausbildung wird auch von der Europäischen Detektiv Akademie (EURODET) anerkannt.

Quelle 

https://kurier.at/politik/detektiv-report-blick-in-die-abgruende/733.816


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